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FM-Analyse Schweiz

Störfaktor Kunde?

Bereits zum dritten Mal publiziert das Beratungsunternehmen pom+Consulting zusammen mit der ETH Zürich eine umfassende Analyse des FM-Marktes in der Schweiz, den FM Monitor 2004. Die Studie schafft mehr Transparenz im Markt - sie legt aber auch die Schwächen der Branche offen.

Am FM Monitor 2004 haben 119 Unternehmen teilgenommen, davon 45% FM-Dienstleister, 36% Eigentümer und 19% Immobiliennutzer. Sie wurden befragt zu Themen wie Organisation, Kosten, Prozesse, Technologie, Contracting oder Strategie. Das Ziel: Entwicklungen und Trends im Markt anhand quantifizierbarer Resultate zu verfolgen. Das größte Interesse an vergleichbaren Daten haben offenbar die Eigentümer. Sie stellten mit 365 analysierten Gebäuden das Gros der insgesamt 408 Objekte.

Verschiebung bei Betriebskosten

Die Bewirtschaftungskosten bei Gebäuden für Handel und Verwaltung (67,50 CHF pro qm Geschossfläche) liegen um 0,80 CHF niedriger als im vergangenen Jahr. Die prozentuale Verteilung auf die Betriebs- und Verwaltungskosten ist gegenüber gegenüber 2003 mit 89% zu 11% unverändert. Lediglich innerhalb der Betriebskosten sind Verschiebungen festzustellen: Während die Überwachungs- und Instandhaltungskosten um 5% auf 32% der Bewirtschaftungskosten zurückgehen, steigen die Ver- und Entworgungskosten (+2%), die Kontroll- und Sicherheitsdienste (+2%) sowie die Reinigungskosten (+1%) leicht an.

FM Monitor / FM Branchenführer
Der FM Monitor 2004 kann bei pom+Consulting für 470,- CHF bestellt werden. Parallel wird der FM Branchenführer CH 2004 mit Profilen Schweizer FM-Dienstleistungsunternehmen publiziert. Der FM Branchenführer ist kostenlos. Außerdem gibt es unter www.branchenfuehrer.ch eine umfassende Suche nach regionalen Kriterien, Unternehmenstyp und Dienstleistungsangebot sowie Stichworten.

Erstmals publizieren die Schweizer neben Immobilien aus den Bereichen Handel und Verwaltung auch Kennzahlen für Wohn- und Industriegebäude. Dabei ergaben sich interessante Unterschiede: Während die Flächeneffizienz (Hauptnutzfläche bezogen auf die Geschossfläche) bei Wohngebäuden mit 54 % nahezu gleich hoch wie bei Gebäuden für Handel und Verwaltung ist, liegt sie bei Industriegebäuden mit 62 % deutlich höher.

Kundenorientierung mangelhaft

Problematisch: Die Analysten stellen in ihrer Studie eine verschlechterte Kundenorientierung gegenüber dem Vorjahr fest. Die Mängelliste ist lang: Die Kunden beklagen ein wenig kundenorientiertes Serviceangebot, Schwierigkeiten bei der Festlegung von Service Leveln und die mangelhafte Preistransparenz der FM-Dienstleister.

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