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Gebäudemanagementsysteme

Ganzheitlicher Ansatz für Gebäude

Gebäude sind heute fast immer Unikate: Lösungen beim Zusammenspiel von Gebäudeautomation und Gefahrenmanagement werden immer wieder neu "erfunden". Das muss nicht sein.

Eine Bank stellt andere Anforderungen an ein Sicherheitssystem als ein Parkhaus. Ein Krankenhaus legt mehr Wert auf konstante Energieversorgung als ein Kindergarten. Ein Flughafen hat andere Ansprüche an die Klimatisierung als eine Sporthalle. Das Konzept eines ganzheitlichen Ansatzes versteht sich deshalb auch nicht als fertiges Produkt, sondern als ein Bündel von Komponenten, Systemen und Dienstleistungen. Total Building Solutions von Siemens Building Technologies (SBT) sind immer maßgeschneidert, passend zum jeweiligen Gebäudetyp und seiner Nutzung. Auch die Auswahl der Bedienebene richtet sich nach der jeweiligen Nutzung:

  • Stehen Komfort und die energieoptimale Betriebsweise eines Gebäudes im Vordergrund, wäh-rend Brandschutz, Einbruchschutz, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung mit einer Grundsicherung auskommen, so sind die Bediensysteme der Gebäudeautomation die erste Wahl.
  • Gefahrenmanagementsysteme sind vorzuziehen, wenn die Gefahrenabwehr für Personen und Sachwerte im Vordergrund steht, während die Gebäudeautomation mit einer Grundversorgung auskommt.
  • Sind Gebäudeautomation und Gebäudesicherheit kritisch für den Geschäftsprozess und werden mit eigenständigen Systemen und Betriebsorganisationen versorgt, sind intelligente Verknüpfungen und der Einsatz von Web-Technologie sinnvoll, um die unterschiedlichen Bediensysteme an einem Punkt zusammenzuführen.
Prioritäten nach Einsatzart setzen

Total Building Solutions: Ganzheitlicher Ansatz beim Gebäudemanagement (Bild: Siemens Building Technologies)
Je nach den Ansprüchen des Nutzers lohnen sich vertikale, horizontale oder gemischte Systemvernetzungen. Die vertikale Vernetzung von Gefahrenmeldeanlage und Gebäudeautomation kommt dann zum Tragen, wenn technische Störungen zusammen mit den Alarmen der Brand- und Einbruchmeldetechnik am ständig besetzten Arbeitsplatz mit einer einheitlichen Bedienphilosophie bearbeitet werden sollen. Eine horizontale Integration dient beispielsweise der Schadensbegrenzung im Brandfall. Ein solches Szenarium umfasst in der Regel die automatische Schließung der Brandschutzklappen bei gleichzeitiger selektiver Lüftung zur Freihaltung der Fluchtwege von Rauch, eine gezielte Fluchtwegbeleuchtung und Fluchtweglenkung sowie die Freischaltung von Fluchttüren oder die automatische Sperrung von Gebäude- und Parkräumen oder Zufahrten in Notfallsituationen. Da die Verknüpfungen zwischen den Systemwelten über Datenbusse erfolgt, werden Brandlasten gesenkt und Verkabelungskosten entfallen.

Den Lebenszyklus beachten

Die intelligente Verknüpfung unterschiedlicher Gebäudesysteme und deren Visualisierung über ein einheitliches Bediensystem darf nicht als einmalige Anschaffung angesehen werden, sondern als Prozess über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Total Building Solutions beginnen bereits bei der Planung eines Gebäudes, denn nur so lassen sich die gewünschten Innovations- und Kostensenkungspotenziale erschließen. Eine gewerkeübergreifende Planung der technischen Gewerke ist ebenso notwendig, wie ein Projektmanagement, das in der Lage ist, gewerkeübergreifende Rationalisierungspotenziale zu erschließen. Im Idealfall ist der spätere Facility Manager bereits bei der Planung und Errichtung mit einbezogen.

Mit der Übergabe der Anlage an den Kunden beginnt bereits die Phase der Anlagen- und Systemoptimierung, denn erst im laufenden Betrieb zeigen sich die Schwachstellen. Eine daran anschließende Migrationsphase sichert nicht nur den Wert der Anlage, sondern kann durch strukturiertes Updating auch die Betriebskosten nachhaltig reduzieren.

Axel Schlarb, Dr. Thomas M. Mann
Siemens Building Technologies, Frankfurt am Main

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